Führt mangelnde Lubrikation zu Vaginismus

Führt mangelnde Lubrikation zu Vaginismus

Führt mangelnde Lubrikation zu Vaginismus

Sobald die Frau sexuell erregt ist, schwellen die Wände der Vagina an und eine klare Flüssigkeit, das Vaginalsekret, wird über mehrere Gänge im Vaginalgewebe abgesondert. Zuerst tritt die Flüssigkeit im Inneren der Scheide aus, wird jedoch bei weiterer Erregung durch den Scheideneingang nach außen fließen. Zusätzlich produzieren weitere Geschlechtsdrüsen, wie die Bartholinschen Drüsen, die im Scheidenvorhof sitzen, auch Sekrete, die zusätzlich die Scheide, den Scheideneingang und die Klitoris befeuchten. Die Lubrikation befeuchtet die Geschlechtsorgane der Frau und erleichtert so das Eindringen eines Penis während des Geschlechtsverkehrs. Durch das sogenannte „feuchtwerden“ wird eine Gleitfähigkeit gewährleistet, die eine schmerzhafte Reibung beim Geschlechtsverkehr vermeidet.

Was ist ein Lubrikationsmangel

Ist die Produktion des Vaginalsekrets gestört und die Frau wird nicht richtig feucht, obwohl Sie gerne Sex haben möchte, könnte ein Lubrikationsmangel vorliegen. Dabei wird kein oder wenig Vaginalsekret produziert, wobei der Geschlechtsverkehr unangenehm werden oder es sogar zu Schmerzen beim Sex kommen kann. Die Gleitfähigkeit ist durch die fehlende vaginale Flüssigkeit nicht gewährleistet und verursacht so schmerzhafte Reibung beim Geschlechtsverkehr.

Wie entsteht ein Mangel von Lubrikation

Meistens handelt es sich bei der mangelnden Lubrikation um Frauen, die in den Wechseljahren sind und somit einen Östrogenmangel infolge hormoneller Störungen aufweisen. Aber auch Entzündungen oder Erkrankungen des Genitalbereiches können die Produktion von Vaginalsekret stören oder gar verhindern. Ist anatomisch und auch medizinisch keine Erkrankung diagnostiziert, handelt es sich meistens um eine mangelnde sexuelle Erregung der betroffenen Frau. Gerade, wenn eine Frau sexuell erregt ist, produziert sie das benötigte Vaginalsekret. Naheliegend ist, dass das Sekret nicht produziert wird, wenn die Frau nicht sexuell erregt ist.

Wie entsteht sexuelle Unlust

Sexuelle Unlust kann viele verschiedene Ursachen haben. Meistens ist die Frau gestresst, fühlt sich nicht wohl, etwa durch Kopfschmerzen oder allgemeines Unwohlsein, die Unzufriedenheit mit sich und seinem Körper, die sich langsam einschleichende Routine in der Partnerschaft, aber auch schlechte Erfahrungen im Umgang mit der Sexualität, oder Gewalterfahrungen können eine sexuelle Unlust und somit auch eine mangelnde Lubrikation auslösen. Auch Vaginismus kann zu einer gestörten Lubrikation führen, gerade die immer wiederkehrenden Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und die Angst vor weiteren Schmerzen sind oft der Grund für die fehlende sexuelle Erregung.

Die Lubrikation steigern

Gerade bei sexueller Unlust in der Partnerschaft kann die Lubrikation wieder gesteigert werden, indem sich die Paare wieder mehr Zeit füreinander nehmen und einige gut erprobte Ratschläge zu Herzen nehmen. Das A und O ist hier wieder viel Reden. Nur, wenn die Frau ausspricht, was sie mag und was sie nicht mag, kann der Mann darauf eingehen und genau ihren Wünschen nach handeln und sie nach Strich und Faden verwöhnen. Dazu kann auch eine lange gegenseitige Massage gehören, das Vorspiel kann somit wieder interessanter und erotischer gestaltet werden. Das gegenseitige Erkunden der Körper kann zu lustvollen und stimulierenden Gefühlen führen, die Lubrikation der Frau steigern und die sexuelle Erregung deutlich fördern.

Gleitmittel bei mangelnder Lubrikation

Auch wenn die sexuelle Lust der Frau vorhanden ist und dennoch die Produktion des notwendigen Vaginalsekrets nicht ausreicht, kann selbstverständlich auch mit diversen Gleitgelen und Gleitmitteln nachgeholfen werden. Mittlerweile werden die verschiedensten Produkte zu den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen angeboten, so dass für alle Vorlieben etwas dabei ist. Gleitgel auf Wasserbasis, Silkonbasis oder Ölbasis sind die beliebtesten Gleitmittel. Jedoch solltest du immer auf die Inhaltsstoffe achten, da diese unter Umständen nicht zusammen mit Kondomen oder Sextoys verwendbar sind.

Vaginismus und Lubrikation

Vaginismus entsteht, wenn die Beckenbodenmuskulatur der Frau sich unwillkürlich verkrampft und so das Einführen des Penis oder Fingers erschwert oder unmöglich macht. Auch, wenn die von Vaginismus betroffene Frau sich so sehr wünscht, Sex zu haben und auch sexuell erregt ist, kommt es zu den ungewollten Schmerzen im Intimbereich. Hier ist nicht die fehlende Gleitfähigkeit schuld an den Schmerzen, sondern die Verkrampfung der Beckenbodenmuskulatur. Anders kann ein langjähriger Vaginismus aber auch eine mangelnde Lubrikation der Frau führen, da die immer wiederkehrenden Schmerzen beim Sex verständlicherweise die Lust auf Geschlechtsverkehr enorm beeinträchtigt und somit ein Eindringen des Penis oder Fingers noch zusätzlich erschwert.

Vaginismus Behandlung trotz gestörter Lubrikation

Vaginismus ist sanft und erfolgreich behandelbar. Die wichtigsten Hilfsmittel zu einer Vaginismus Behandlung sind immer die Vaginal Dilatoren. Vaginal Dilatoren sind konisch geformte Stäbe aus medizinisch unbedenklichem hautfreundlichem Material in unterschiedlichen Größen. Bei einer Vaginismus Behandlung führt die betroffene Frau die Stäbe der Größe nach in Ihre Scheide ein, um diese so an eine schmerzfreie Penetration zu gewöhnen und die Scheide zu desensibilisieren. Beim Einführen der Vaginal Dilatoren ist die Frau selten sexuell erregt und produziert somit auch nicht genügend Scheidenflüssigkeit, um eine gute Gleitfähigkeit zu gewährleisten. Deshalb benötigt sie meistens ein geeignetes Gleitgel zum sanften und beschwerdefreien Einführen der Vaginal Dilatoren.

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